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Ein gesegnetes und frohes Osterfest!

Liebe Leserinnen und Leser,

in der Süddeutschen Zeitung gibt es die Rubrik "Sagen Sie jetzt nichts." Einem Prominenten werden Fragen gestellt zu persönlichen wie auch gesellschaftlichen Themen. Als Antworten werden keine Sätze, sondern Fotos gezeigt mit ausdrucksstarker Mimik und Gestik.

"Glauben Sie an Ostern?", könnte so eine Frage sein. Kann man über den christlichen Inhalt von Ostern, der Auferstehung Jesu Christi, unmittelbar etwas sagen? Radikal ehrlich schreibt es der Evangelist Markus über die Frauen, die das leere Grab fanden und die Botschaft der Engel hörten: "Da verließen sie das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. Und sie sagten niemanden etwas davon, denn sie fürchteten sich." (Mk 16,8) Die Frauen sagten nichts. Weil sie angesichts der Osterbotschaft vielmehr entsetzt waren.

Etwas sanfter dagegen zeigt der Evangelist Lukas in der Emmaus-Geschichte, wie schwer die Jünger sich damit taten, an Ostern zu glauben und davon sogar zu sprechen. Die Jünger brauchten einen ganzen Tag Zeit, um zu begreifen, wer ihr Wegbegleiter war. Als sie Jesus abends beim Brotbrechen erkannt hatten, spürten sie rückblickend, wie sehr ihnen unterwegs mit ihm das Herz brannte. Erst danach konnten sie die Osterbotschaft verkünden.

Die Liturgie der Osternacht gestaltet dieses langsam tastende Herangehen ihrerseits aus. Zunächst ist da nur der schwache Schein der Osterkerze, und wir hören die alttestamentlichen Lesungen vom Bund Gottes mit den Menschen. Danach erst setzt die Orgel zum Gloria an und die Kirche wird festlich beleuchtet. Das alles ist eine Hinführung zum Eigentlichen. Erst nach diesem langen Auftakt folgt die Verkündigung des Oster-Evangelium, angekündigt durch den fast zögerlichen Halleluja-Ruf.

Es hat einen tiefen Sinn, sich so langsam anzunähern: 
Die Osterbotschaft steht quer zu allen menschlichen Erfahrungen des Alltags, von Leid und von Tod. Sie steht quer zu aller Logik. Über dieses verstörend Andere kann man nicht leichtfüßig hinweggehen, um rasch zum Feiern zu kommen. Zunächst müssen Irritation und Erstaunen, vielleicht sogar Entsetzen ausgehalten werden.

Der Auferstehungsglaube bleibt eine Herausforderung. Er ist etwas Ungeheuerliches. 
Sagen wir jetzt nichts. Unser Gesichtsausdruck könnte sogar ein erschrockener Blick sein, die Hände vor den Mund gelegt. Langsam mag daraus die Bereitschaft wachsen, die Botschaft staunend anzunehmen – ohne sie bereits zu verstehen. Bis uns irgendwann die Freude überkommt und das Herz brennt angesichts des Unfassbaren: 

Er ist wahrhaft auferstanden. Halleluja!

Ihnen und Ihren Lieben 
ein gesegnetes und frohes Osterfest!

Für das Pastoralteam Ihre Gemeindereferentin 
Marion Bexten


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Sonntag, 26. Mai 19, 09:30 Uhr
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Sonntag, 26. Mai 19, 09:30 Uhr
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Sonntag, 26. Mai 19, 11:00 Uhr
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St. Paulus

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St. Antonius
Freitag, 31. Mai 19, 18:30 Uhr
St. Albert

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